Linux Mint 10: Codename Julia
So schnell vergeht die Zeit. Im Juli berichtete ich in einem Artikel über Linux Mint, damals in der Version 9. Nun ist Linux Mint Version 10 erschienen und trägt den Codenamen “Julia”. In der aktuellen Version sind einige Features dazu gekommen und die Software-Pakete sowie der Kernel wurden auf den neuesten Stand gebracht. Anlass genug also um mit diesem Artikel ein kurzes Update zu Linux Mint in der Version 10 zu geben.
Wer Linux-Mint noch nicht kennt dem empfehle ich einerseits einen Blick in meinen letzten Beitrag über die Vorgänger-Version von Linux Mint zu werfen und andererseits die Wikipedia in Sachen Linux Mint zu bemühen. Während ich zuletzt noch Linux Mint in der LXDE Variante näher beleuchtet habe basiert mein heutiger Bericht auf der “Main Edition” mit Gnome-Desktop. Nicht zuletzt auch deshalb weil dies die erste erschienene Variante der Linux Mint v10er-Reihe ist und die anderen Editionen von Mint erst in der nächsten Zeit auf den “Julia-Stand” gebracht werden. Linux Mint gibt es, wie mittlerweile üblich, jeweils in einer 32-Bit und einer 64-Bit Version.
Linux Mint 10 Julia – was ist neu?
Die auf Ubuntu v10.10 basierende Linux-Distribution Mint wurde mit einem Willkommens-Bildschirm ausgestattet der die Nachinstallation fehlender Software der DVD-Edition komfortabel ermöglicht. In erster Linie hat man dabei an User gedacht die aufgrund ihres Standortes nicht die Möglichkeit haben an eine DVD-Edition zu gelangen.
Das Main-Menü wurde überarbeitet und in Sachen Benutzerfreundlichkeit optimiert. Neben der Kennzeichnung neu installierter Software gibt es eine Funktion die noch nicht installierte Software erkennt und gegebenenfalls nachinstalliert. Suchbegriffe können automatisch an die Wikipedia oder an Google weitergereicht werden.
Der Software-Manager ermöglicht ein einfacheres durchsuchen installierter Software inklusive der Anzeige der “original” Programm-Icons. Außerdem wurde die Kategorisierung der Software verbessert.
Im Update-Manager kann man nun Programmpakete “abwählen” und sie dadurch mit einem einfachen Rechtsklick vom Software-Update ausschließen. Außerdem wird nun auch die Größe der ausgewählten Updates angezeigt.
Nicht zuletzt gibt es mit Linux Mint 10 ein neues Theme namens Mint-X welches das bisherige in den letzten Releases verwendete dunkelgrüne “Shiki” ablöst. Metallic-Look ist ab sofort “in”. Zusätzlich wurden viele neue Background-Bilder hinzugefügt.
Der Linux-Kernel wurde auf Version 2.6.35 gehoben. Eine komplette Liste der Neuerungen findet sich inklusive weiterer Screenshots auf der “Linux-Mint – was-ist-neu“-Seite.
Varianten von Linux-Mint:
Von Linux Mint gibt es weitere Varianten die, davon gehe ich aus, für die v10er-Reihe Stück für Stück nachgereicht werden:
- Gnome (Main-/Standard-) Edition
- LXDE Cummunity Edition
- USA/Japan Distribution
- KDE Community Edition
- Fluxbox Community-Edition
- Xfce Community-Edition
- LMDE – Debian-Edition von Linux-Mint
Linux-Mint – System-Voraussetzungen:
- x86 32-Bit oder 64-Bit Prozessor
- 512 MB RAM
- mindestens 4 GB freier Festplatten-Platz
- eine Grafikkarte mit einer Mindest-Auflösug von 800×600 Bildpunkten
- und natürlich ein CD-Laufwerk oder alternativ einen freien USB-Port für die Installation
Mint Download und Version-Infos:
Das die Linux-Mint Projektseite erster Anlaufpunkt für alle Mint-Interessierte sein sollte brauche ich sicher nicht besonders hervorheben. Im “The Linux Mint Blog” wird das aktuelle Release inklusive einer kurzen Feature-Übersicht offiziell bekannt gegeben. Ein Blick auf die Release Notes für Linux Mint 10 Alias Julia kann mit Sicherheit auch nicht schaden. Und für alle die es ganz eilig haben poste ich an dieser Stelle natürlich auch einen direkten Link zum Linux-Mint Download.
Fazit:
Ja die Auswahl ist groß. Es gibt mittlerweile viele gut große sowie kleine aber feine Linux-Distributionen. Linux Mint gehört zweifelsohne zur zweiten Gruppe. Manchmal ist es fast schade das man nicht genügend PCs besitzt um alle Distributionen, geschweige denn alle Varianten aller Distributionen auszuprobieren. Von der fehlenden Zeit will ich erst gar nicht sprechen. Auswählen und sich für eine Distribution entscheiden ist also angesagt. Wer sich genau an diesem Punkt befindet und nicht gerade auf eine der großen Gigabyte-Starken “Distri’s” aus ist, der sollte die “Linux-Mint-Julia” mit in die engere Wahl nehmen.









Wow, bin überrascht wie schön Linux geworden ist.
Ist eine echte Alternative zu Windows.